Feuerwehrsport - 4x100m Hindernisstaffel


Feuerwehrsport Wettkämpfe ehemaligen DDR

Wie aus dem Namen bereits hervorgeht, müssen vier Sportler jeweils eine Strecke von 100m bewältigen. Als "Staffelstab" dient ein Strahlrohr, welches schnell und sicher in das Ziel befördert werden muss. Aber genug mit dem Gemeinsamkeiten mit der Leichtathletik, denn die Unterschiede sind erheblich. Im Feuerwehrsport hat jeder Streckenabschnitt seine eigene individuelle Charakteristik. So wurden vier Streckenabschnitte mit unterschiedlichen Eigenschaften aneinandergefügt.

Grundlage des ersten Abschnittes ist das "Haus". Der Startläufer begibt sich mit dem am Sicherheits- gurt befestigten Strahlrohr und einer Klappleiter in den Startblock.

Nach dem Startschuss rennt dieser mit der Leiter die 30m bis zu einem Haus ähnlichem Nachbau, legt die Leiter an, steigt über die Leiter auf das Dach und überwindet es. Anschließend rennt er die letzten Meter bis zur ersten Wechselmarke und übergibt das Strahlrohr an den zweiten Staffelläufer. Läufer 2 erreicht nach 50m Sprint eine 2m hohe Eskaladierwand, die es zu überwinden gilt. Anschließend übergibt er den Staffelstab nach weiteren 50m Sprint an den nächsten Läufer. Eine einfach anmutende Aufgabe, jedoch können hier entscheidende Sekunden gewonnen, aber auch verloren gehen!

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Quelle: Sportliche Ausbildung der Feuerwehr Auflage 1955

Der dritte Staffelläufer hat, ähnlich wie bei der 100m Hindernisbahn, 2 Schläuche sowie den 8m langen Laufbalken vor sich. Also heißt es wieder Schläuche aufnehmen, den Balken überwinden, Schlauchleitung verbinden und am Verteiler ankuppeln. Anschließend nur noch das Strahlrohr ankuppeln, Markierungslinie überlaufen und wieder abkuppeln, um dieses dann an den Schlussläufer zu übergeben. Streckenabschnitt vier, und damit 100m vor dem Ziel, stellen für Publikum und Läufer ein besonderes Ereignis dar. Was für die einen spektakulär aussieht, ist für den Läufer harte Arbeit. Denn an der 350 Metermarke befindet sich eine Wanne mit einer brennenden Flüssigkeit auf der Bahn. Um dem Feuer adäquat begegnen zu können nimmt der Sportler 30m vor der Wanne einen handelsüblichen Feuerlöscher auf. Noch während des Laufens löst er diesen aus und prüft durch Betätigen der Löschpistole seine Funktionsfähigkeit.

Nun ist es Aufgabe des Läufers, Feuer und Windrichtig einzuschätzen und seine Taktik festzulegen. Im Idealfall hat er den Wind im Rücken, so dass Qualm, Rauch und Pulver des Löschers sich von ihm wegbewegen. Das "Hindernis" ist erfolgreich bewältigt, wenn das Feuer gelöscht und bis zum Zielein- lauf sich nicht wieder entfacht.

Selbstverständlich trägt der Wettkämpfer in diesem Abschnitt keine Sportbekleidung, sondern einen feuerfesten Anzug, Handschuhe sowie einen Helm mit Visier, die ihn vor dem Feuer schützen! Sobald nun der vierte Läufer das Ziel durchquert hat, ist die Staffel erfolgreich absolviert.

Weiterführende Inforamtionen zum Thema "Feuerwehrsport" finden Sie auf der Webseite der FF Ballhausen und Bad Tennstedt. Quelle Texte: www.feuerwehrsport2008-thueringen.de

 
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