Feuerwehrsport Wettkämpfe ehemaligen DDR
In der Vergangenheit wurde die Hakenleiter zur Rettung von Menschen verwendet. Mit zunehmender Technisierung aber geriet sie als Rettungsgerät immer weiter in den Hintergrund. Als Sportgerät hingegen ist sie Bestandteil einer einzigartigen Sportart, dem Hakenleitersteigen.
Das Hakenleitersteigen, auch als Königsdisziplin des Feuerwehrsports bekannt, ist fester Bestandteil eines jeden Wettkampfes und aufgrund seiner Einzigartigkeit und Schnelligkeit ein faszinierender Höhepunkt für Zuschauer und Sportler. Die Hakenleiter als Wettkampfgerät eines Sportlers unterliegt genauen Richtlinien und muss den Wettkampfbestimmungen entsprechen. Sie unterscheidet sich von den sog. DIN-Leitern. So ist die Sporthakenleiter mit 4,10m Länge um 30cm kürzer. Die Hakenleiter muss ein Mindestgewicht von 8,5kg aufweisen und auch die Sprossenanzahl unterliegt Reglementierungen.
Quelle: Sportliche Ausbildung der Feuerwehr Auflage 1955
Mit der Hakenleiter begibt sich der Sportler zum Startblock. Es ist bei den Wettkämpfen üblich, dass mindestens zwei Kontrahenten gegeneinander starten - was wiederum die Spannung für alle erhöht. Die Startblöcke befinden sich in ca. 32m Entfernung zum Steigeturm. Nach dem Startzeichen läuft der Sportler mit der Hakenleiter die 32m bis zum Steigeturm, nimmt diese im Rennen mit beiden Händen über den Kopf, winkelt sie an und hängt sie mit dem Haken auf das Fensterbrett der ersten Etage. Nun beginnt der Aufstieg. Der Schnelligkeit halber berühren die Füße nur jede zweite Sprosse. In der ersten Etage angekommen setzt sich der Sportler neben der Leiter auf das Fensterbrett. Mit nur drei Handbewegungen wird nun die Leiter in die zweite Etage gehängt. Dann springt der Sportler auf, überspringt gleich mehrere Sprossen und setzt den Aufstieg fort.
In der zweiten Etage angekommen wiederholt sich die Prozedur aus der ersten: Leiter werfen, springen und in die dritte Etage steigen. Den Abschluss eines Laufes stellt das Einsteigen in der dritten Etage dar. Wenn der Sportler dort mit beiden Füßen den Boden berührt wird die Zeit angehalten. Bei dem soeben beschriebenen Ablauf, beginnend am Startblock bis in die dritte Etage, werden von Spitzensportlern Zeiten um die 14 Sekunden erreicht, der aktuelle Weltrekord liegt bei 13,35 Sekunden. Die Sicherheit gegenüber Abstürzen während des Trainings und der Wettkämpfe ist durch eine Absturzsicherung gewährleistet, mit der der Sportler durch einen Mannschaftskameraden in der ersten Etage des Steigeturms verbunden wird.
Weiterführende Inforamtionen zum Thema "Feuerwehrsport 2008" finden Sie auf der Webseite der Freiwilligen Feuerwehr Ballhausen und Bad Tennstedt. Quelle Texte: www.feuerwehrsport2008-thueringen.de
|